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Pressemitteilungen

01.06.2021

Der Bundestag hat am Donnerstag, 20. Mai 2021 den Gesetzentwurf zur Änderung des Conterganstiftungsgesetzes angenommen. Dabei hat der Bundestag auch einer vorzeitigen Auszahlung des Stiftungskapitals bereits zum 30. Juni 2022 zugestimmt. Bestandteil des Stiftungskapitals ist die Spende von Grünenthal in Höhe von 50 Mio. € aus dem Jahr 2009, welche ursprünglich mit der Auflage verbunden war, dass Thalidomidbetroffene langfristig, möglichst bis ans Lebensende, eine jährliche Sonderzahlung erhalten.

Grünenthal begrüßt die Entscheidung des Bundestags: Im Austausch mit Betroffenen wurde deutlich, dass die vorzeitige Ausschüttung als Einmalzahlung zum jetzigen Zeitpunkt größeren Mehrwert für die Betroffenen in Bezug auf die aktuelle Lebenssituation bringt als die laufenden jährlichen Sonderzahlungen in der bisherigen Höhe.

Viele Betroffene investieren gerade jetzt in barrierefreien Wohnraum. Für diese Investitionen ist die Auszahlung einer größeren Summe sinnvoller als die bisher vorgesehenen gestreckten Zahlungen.

Die aus Bundesmitteln ausgezahlte monatliche Rente sowie die pauschalen Jahreszahlungen aus dem Bundesfond für spezifische Bedarfe bleiben nach unserem Verständnis hiervon unberührt und werden unabhängig davon weitergezahlt.

Neben den Sonderzahlungen der Conterganstiftung, können Betroffene auch finanzielle Unterstützung durch die Grünenthal-Stiftung zur Unterstützung von Thalidomidbetroffenen erhalten. Die Grünenthal-Stiftung konzentriert sich vor allem auf den Erhalt der Mobilität und der Autonomie im Wohnumfeld. Seit ihrer Gründung 2011 konnte die Stiftung in mehr als 2500 Fällen Unterstützung leisten.